03 February 2018

Kanadas Wildtiere im Winter - zu Besuch im Omega Park, Quebec

Der Winter ist Ostkanada ist lang und kalt. Viele der umliegenden Parks bieten gute Moeglichkeiten fuer Wintersport Aktivitaeten wie Snowshoeing oder Skiing, viele andere Attraktionen und Parks aber sind dafuer den Winter ueber geschlossen.
Zwischen Ottawa und Montreal liegt der Parc Omega, der ganzjaehrig geoeffnet ist. Die Tiere dort einmal im Winter zu sehen hatten uns schon oefter vorgenommen, heute wollen wir das endlich mal in die Tat umsetzen. Wir haben Glueck mit dem Wetter, es ist kalt, aber die Luft ist klar und der Himmel blau. 
Hinter Ottawa wird die Landschaft bereits zunehmend huegeliger und nach ca. 2 Stunden Fahrt erreichen wir dann das imposante Eingangsportal des Parks.


Ohne Aussteigen zu muessen, bezahlen wir am Kassenhaueschen den Eintritt von 24$ pro Erwachsenen, dazu bekommen wir eine Map fuer den Park zur Orientierung ausgehaendigt. Dann fahren wir in den Park, wo uns schon die ersten Tiere erwarten.


"Your papers....uhm, carrots please!"
Outch, wir haben vergessen einen Beutel Karotten zum fuettern zu kaufen. Hoffen wir mal, dass wir auch ohne an der Deer-Gang vorbeikommen ;)


"Hello there",
 werden wir von den Tieren neugierig empfangen.

 "Hello there",   werden wir von den Tieren neugierig empfangen

Weiter geht es ueber die gut geraeumte Route durch den Park. Josephine, die jetzt bei uns vorne sitzt, hat die Karte vor sich und gibt den Navigator.


Ueber eine Strecke von 12 km, vorbei an Waeldern, Seen und Taelern erstreckt sich der Park hier. Ueberall auf unserer Fahrt begegnet uns kanadisches Wildlife. Die Tiere mit respektvollem Abstand aber trotzdem aus dieser ungewohnten Naehe betrachten zu koennen, ist dabei eine tolle Erfahrung.


Wir kommen zu den Bisons. In dieser Area sollte man das Auto nicht verlassen und natuerlich auch die Bisons auf keinen Fall versuchen zu fuettern. 



Die maechtigen Tiere geniessen gerade im Schnee liegend die Sonne


 Dann kommen wir an den wunderschoenen Polarwoelfen vorbei. Das weisse Fell des Arctic Wolf ist im Schnee eine gute Tarnung. 

Dann kommen wir an den wunderschoenen Polarwoelfen vorbei. Das weisse Fell des Arctic Wolf ist im Schnee eine gute Tarnung.

Hier ist die Unterkunft fuer die Moschusochsen, die in den arktischen Tundren in Alaska und Kanada zu Hause sind.


 Schnee und Kaelte machen Ihm wenig aus.
Hier ist die Unterkunft fuer die Moschusochsen, die in den arktischen Tundren in Alaska und Kanada zu Hause sind.

Wir erreichen die Meadow Area und beschliessen hier mal auszusteigen um uns umzusehen.  Es ist zwar sonnig, aber es sind nur frostige -12 Grad draussen, so ziehen wir erst einmal unsere Winterjacken und Stiefel an. Kurz darauf springt Josephine auch schon begeistert in den Schnee, der in der Kaelte unter unseren Fuessen knirscht. Von hier aus kann man jetzt  hiken gehen, an den Tischen picknicken, die Washrooms aufsuchen oder auch einen Wagon Ride an das andere Ende des Parks unternehmen, wo weitere Tiere sowie ein Sugar Shack zu besichtigen sind.




Ein paar junge Rehe kommen auf uns zugelaufen und futtern zu Josephine's Freude das Heu aus Ihrer Hand.


Etwas weiter stehen grosse Holzskulpturen, die ich mir naeher ansehen will. Im Hintergrund steht einer der Kuenstler, der mich ranwinkt um mir sein neuestes Werk zu zeigen.


Josephine wirft noch einen Blick in das Tipi, dann gehen wir wieder zum Auto.


Turkeys (auch Festtagsbraten in Nordamerika genannt ;) belagern die Futterkrippe 


 Wir machen einen Stop am Parkhouse, einem grossen Blockaus mit Restaurantbetrieb. Josephine sucht sich hier im Souvenier-Shop einen kleinen Pluesch-Polarwolf zum mitnehmen aus und wir sehen uns die interessante Holzkonstruktion des Gebaeudes an, dann gehen wir wieder.


Kurz bevor wir den Park verlassen bekommen wir noch einen Abschiedskuss:) 


Fast 4 Stunden haben wir uns im Park aufgehalten und wir hatten dabei heute echt Glueck mit dem tollen Sonnenwetter zu Beginn. Jetzt zieht es sich immer mehr zu und Schnee liegt in der Luft.


 Der Tag hat uns allen Spass gemacht. Der Parc Omega ist auch im Winter absolut einen Besuch wert, egal ob fuer Kinder oder Erwachsene, hier kann man auch im Winter Spass haben und muss dafuer noch nicht einmal in die Kaelte raus . Auch wenn die Baeren noch Ihren Winterschlaf in den Hoehlen halten, gibt es eine Menge grosse und kleine Tiere zu sehen. Obwohl die Wege sehr gut geraeumt sind, koennen die Steigungen im Park mit dem Auto herausfordernd werden. Ansonsten gilt, ausreichend tanken und genug Zeit mitbringen. 

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26 October 2017

Pumpkin Inferno - leuchtende Kuerbiskunst zu Halloween im Upper Canada Village

Der Oktober geht zu Ende, die Tage werden kuerzer, die Schatten laenger und Halloween rueckt naeher. 
Am Donnerstag haben wir uns auf den Weg ins Upper Canada Village gemacht um uns die Ausstellung "Pumpkinferno" anzusehen, von der wir schon so viel gehoert haben.
Ueber 6.000 Kuerbisse sind hier von jungen Kuenstlern handgefertigt und zu einer einzigartigen outdoor exhibition zusammen getragen worden. An 4 Wochenenden vor Halloween kann man jetzt wieder diese Ausstellung ab der einbrechenden Dunkelheit besuchen. In den letzten Jahren hat Pumpkinferno immer mehr an Popularitaet gewonnen. Dieses Jahr hat auch das schoene Herbstwetter zu hohen Besucherzahlen gefuehrt, alleine nur am letzten Samstag waren ueber 8.000 Besucher hier. Als wir am Donnerstag Abend eine Stunde vor Einlass den Parkplatz des Museumsdorfes erreichen, hat sich vor dem Eingang bereits eine Warteschlange gebildet.


Die letzten Sonnenstrahlen erleuchten den herbstlichen Himmel ueber den alten Gebaeuden vor dem Eingang


Die Kinder versammeln sich um Jack waehrend der Wartezeit 

 

Dann oeffnen sich endlich die Tueren und wir tauchen ein in die Dunkelheit des Museumsdorfes...


Gleich zu Beginn erwarten uns fratzenartig grinsende Jack O'Lanterns 


Wir laufen einen vorgegebenen Weg entlang und kommen zur mystical mother dragon


Wir gehen weiter vorbei an tanzenden Hexen, hin zu farbenfrohen Totenschaedeln. Hier wird der Dia de los Muertos, der "Day of the Death" celebriert.



Elvis lebt! Hier rockt er immer noch das Jailhouse 




Auf dem dunklen Weg durch die Nacht ist fuer alles gesorgt, ein Kuerbismann weisst auch den Weg zu den Washrooms


"Coins of the World" sind hier in die Kuerbisse geschnitzt


Die Ausstellung widmet sich jedes Jahr anderen Themen, dieses Jahr ist der Schwerpunkt "Kanada" zu den 150 Jahr Feierlichkeiten. Hier geht es durch den kanadischen Kuerbis-Wald von Coast to Coast


"Night at the Gallery" fuehrt entlang der (Kuerbis) Bilder beruehmter Kuenstler 


Wir kommen an der alten Kirche vorbei, ueber der fahl der Mond am Nachthimmel steht


Dann wagen wir uns durch den grauenvoll-grellen Torbogen zum Cafe Inferno, huaahh. Hier bekommt man Eerie Entrees und Deadly Desserts... und nebenbei kann man noch viel Spass beim Kuerbis bemalen oder Schattenspielen haben :)




Eine Partie Geister-Schach?


Hier wird es wieder historischer, es geht thematisch zurueck in das 17. Jahrhundert, in die Zeit des Pelzhandels zwischen franzoesischen Explorern und den Idigenous people.


Typisch kanadisches wie Hockey, Lacrosse oder Eisfischen darf natuerlich auch nicht fehlen.


Nach ca. 1 Stunde haben wir den Rundgang beendet und kommen wieder am Ausgangspunkt an 


Bevor wir nach Hause fahren moechte Josephine unbedingt noch in den Souvenier Shop um sich dort einen der leuchtenden Sterne auszusuchen.


Als wir schliesslich gegen 19:00 zum Parkplatz zurueck gehen sehen wir, dass sich inzwischen eine noch laengere Warteschlange gebildet hat


Der naechtliche Rundgang durch die Pumpkin-Ausstellung hat uns total gut gefallen. Wer kommen moechte, sollte allerdings besser fruehzeitig hier sein und Zeit mitbringen.

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