28 October 2013

Ein letzter schoener Herbsttag im Murphys Point Park

Der Oktober ist bereits richtig kalt geworden, in der letzten Woche sind die Temperaturen noch mal um 10 Grad gefallen. Tagsueber erreicht das Thermometer jetzt kaum noch 10 Grad, es gab den ersten Nachtfrost und in einigen Teilen Nordontarios fiel bereits der erste Schnee.
Da fuer das Wochenende graues Regenwetter angesagt war, sind wir bevor der Wind die letzten Blaetter von den Baeumen pustet, vorher noch mal bei Sonnenschein zum Point rausgefahren um ein bisschen durch die bunten Blaetter zu laufen.
Auf dem Weg zum Park kommen uns auf der County Road ein paar 4 Wheel Fahrer entgegen...


Der Park ist so gut wie Menschenleer. 
Wir laufen entlang der kleinen Strasse und folgen dann dem trail durch den Wald.
Wir gehen den Waldweg entlang der gesaeumt ist von gelb-orangen Baeumen



Letzte rot-gelb-gruene Farbreste der Natur spiegeln sich hier im Wasser


Die bunten Blaetter des Ahornbaums bedecken den Waldboden, ein paar der schoensten Blaetter wollen wir sammeln... Josephine findet alle schoen ;)


Etwas weiter am See schwimmen ein paar Canada Geese auf dem Wasser,
bald werden sie sich auf die Reise Richtung Sueden machen.


Am Strand sind wir ebenfalls ganz alleine. Ueber den Winter sinkt der Wasserpengel hier und man erkennt bereits wo sich der See zurueckgezogen hat.
Ein vom Wind in das Wasser gewehtes Maple Leaf


Am spaeten nachmittag sehen wir bereits den Mond am Himmel stehen,



...waehrend auf der gegenueber liegenden Seite die Sonne langsam im Wald versinkt.


Als die Daemmerung einsetzt machen wir uns langsam auf den Rueckweg.


Es ist ganz still im Wald, ausser dem rascheln der Blaetter und einem 
gelegentlichen Knacken hoert man nichts.


Beim Weiterlaufen erzaehlen wir uns bear encounter stories von denen wir in der letzten Zeit gehoert hatten... worauf ich den dunkler werdenden Wald spontan unheimlich finde, es ueberall verstaerkt rascheln hoere und hinter jedem Baum einen Baer entdecke... ;)


Wir erreichen aber ganz friedlich und unspektakulaer unser Auto. Zu sehen bekommen wir dann auf der Rueckfahrt nur noch ein paar dieser schwarzen Geier...


... die wir offensichtlich bei Ihrer Mahlzeit gestoert haben.


Das war also wohl der letzte schoene Herbsttag. Heute ist es ziemlich stuermig, der Wind laesst die Blaetter durch die Luft wirbeln und Sonne und Wolken wechseln sich schnell ab. Jetzt kommt bald der von mir ungeliebte graue und truebe November, bevor dann der erste Schnee faellt....




22 October 2013

Ein Blick vom Thousand Islands Skydeck Tower ueber den St.-Lorenz Strom

Seit der letzten Woche ist es bei uns jetzt deutlich kuehler geworden, tagsueber steigen die Temperaturen nicht mehr ueber 20 Grad und die Nachttemperaturen bewegen sich bereits im einstelligen Bereich.
Am letzten Wochenende hatte Lucia ein Basketball Tournament in Kingston. Die Fahrt dorthin war eine gute Gelegenheit fuer uns die Tour mit einem kleinen Abstecher nach Hill Island zu verbinden, um  einen Blick vom 138 m hohen Skydeck Tower ueber die Thousand Islands im Herbst zu bekommen.
Die mautpflichtige Thousand Islands International Bridge (kostet im Moment 2,75 $) ueberbrueckt den Sankt Lorenz Strom, der die Grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten bildet, Hill Island liegt auf der kanadischen Seite...



Auf der Insel befindet sich der Skydeck Tower, ein Hotel sowie ein Teil des 
St. Lawrence Islands National Park. Der Turm selbst wurde anscheinend erst vor kurzem von Deutschen gekauft.


 Im Eingangsbereich des Aussichtsturms befindet sich ein etwas angestaubt wirkender Souvenier Shop, dort zahlt man auch den Eintritt von 11 $. 
Die Spiraltreppe um den Turm ist uebrigens nur eine Notfalltreppe, rauf geht es per Lift...


..der mir zwar nicht so ganz vertrauenserweckend vorkommt, uns aber sicher innerhalb 40 sec auf die erste verglaste Aussichtsplattform bringt ;)  
Auch hier herrscht noch der nostalgische Charme der 60 ziger Jahre.



Heute ist hier nichts los und der freundliche Guide stuerzt sich sogleich hilfsbereit auf uns . 
Wir wollen diesmal nur ein wenig die Aussicht geniessen, die Fotos aus der Zeit des Brueckenbaus und der Eroeffnung finde ich aber sehr interessant.


Zu Fuss gehen wir auf die oberste Plattform. Hier oben pustet der Wind ganz schoen


Was fuer ein phantastischer Panorama Blick ueber das Gebiet des St. Lawrence!


Die Thousand Islands Bridge von oben,
irgendwo schraeg dahinten rechts liegt Ottawa...  ;)


Kleine Informationstafeln rund um das Gelaender geben Auskunft ueber die Richtung in die man gerade blickt oder auch die Information, dass bei der Zaehlung der 1000 Inseln ein bisschen geschummelt wurde... offiziell sind es naemlich nur 997 Islands ;)


Entstanden sind die Thousand Islands als vor ueber 10.000 Jahren nach der letzten Eiszeit eine hier uerspruenglich liegende Gebirgskette geflutet wurde.


Entlang der Inseln herrscht sogenanntes Mikroklima, kuehles "northern evergreen forest"  Klima wechselt sich auf kurze Distanz mit warmen "dry forest"  im suedlichem Gebiet ab. Pinien und andere Nadelhoelzer wachsen mehr Richtung Nordseite...


Gut zu erkennen und wunderschoen, die einzelnen bewohnten Inseln


"From here the world is open to you. 
Down the mighty St. Lawrence River, 1.000 km to the Gulf, then out to the Atlantic... "


Den besten und schoensten Blick auf die Inseln hat man einerseits von oben und natuerlich vom Wasser aus, ob mit einem dieser Tourikaehne oder besser mit eigenem Boot, Kajak oder Kanu.


Noch ein letzter Blick von oben ueber die herbstlich gefaerbten Baeume, dann geht's weiter


Die Schule in Kingston in der das Basketball Tournament ausgetragen wird ist schon etwas aelter, aber ziemlich cool mit den Team-Logos gestaltet. Fuer Luci war es ein anstrengender Tag, frueh aufgestanden und nach den Spielen ist sie jetzt ziemlich K.O. ...


...auf der Rueckfahrt schlaeft sie im Auto ein :)


Und morgen abend gibt es Hockey! Die Ottawa Senators spielen auf home ice gegen die Detroit Red Wings und damit zum ersten mal gegen Ottawas Ex-Captain Daniel Alfredsson.... 


01 October 2013

Kanutour im Bon Echo Park

Waehrend wir am Samstag in den Algonquin Park fahren machen sich Janik und Hannah auf den Weg in den Bon Echo Provincial Park. 
Der Park ist neben seiner grandiosen Natur vor allem bekannt dafuer, dass sich hier die groesste aboriginal pictograph site im Canadian Shield Suedontarios befindet, hier eine der besten rock and ice climbing areas in Ontario ist und... einst Ernest Hemmingway waehrend seiner Zeit beim  "Toronto Star"  hier ebenfalls mal unterwegs gewesen sein soll ;)
Als wir im letzten Jahr im Bon Echo Park waren hatten wir kuehles und nieseliges Herbstwetter, dieses Jahr ist der Herbst bisher unglaublich warm und sonnig, so dass Janik und Hannah schoenstes Wetter fuer Ihren geplanten day trip paddle haben.
Vor dem Aufbruch sehen wir uns noch mal an der Tankstelle...



Foggy start this morning...


Der Nebel loest sich im Laufe des vormittags rasch auf und nach ca. 2h Fahrt dann...
Ankunft bei Sonnenschein im Park :)


Wer kein eigenes Kanu dabei hat,  kann hier natuerlich auch eines dieser bunten mieten...


Das Kanu "geht" zu Wasser :)


Der Mazinaw Lake ist der zweittiefste See in Ontario


Paddle around the Rock :)




Blick vom Wasser aus auf den ueber 100 Meter hohe Mazinaw Rock ( man achte auf den Kopf im Vordergrund als Groessenvergleich)


Oops, viel groesser darf man hier aber nicht sein... ;)


Eines von ueber 260 aboriginal Pictographs die man im Park an den Felsen finden kann, die meissten dieser hunderte Jahre alten Piktogramme nur vom Wasser aus...


Pause vom paddlen und geniessen der Aussicht ueber den Park...


...und auch Pause fuer das Kanu.








Indian Summer im Algonquin Park

Nachdem der Herbst im letzten Jahr bei uns so kuehl und verregnet war, werden wir dieses Jahr seit Beginn der Fall Season geradezu mit Sonne und milden Temperaturen verwoehnt.
Die Verfaerbung der Blaetter beginnt jedes Jahr unterschiedlich und erreicht Ihren peak meisst irgendwann in der letzten Septemberwoche als erstes im Algonquin Park, der auf einem gewaltigem, von der Eisszeit geformten Felsmassiv liegt. Der Ontario Fall Colour Reports gibt Auskunft ueber die Stufen der Laubverfaerbung und eignet hervorragend fuer die Planung eines Herbstausfluges in einen der Parks.
Waehrend Janik mit Hannah eine Kanutour macht, haben wir uns am Samstag auf den Weg in den Algonquin Park gemacht. Bereits am abend vorher hatten wir alles vorbereitet um frueh am naechsten morgen aufbrechen zu koennen. Nebel liegt ueber der Strasse hinter der Stadt, der sich im Laufe des vormittags langsam aufloest.



Je weiter wir Richtung Norden kommen desto bunter werden schon die Farben



Wir sind noch ca. 1h vom Park entfernt als wir am Strassenrand parkende Autos und 
eine Menschengruppe sehen, ein Unfall? Nein, ein Moose hat sich etwas zu weit vorgewagt und wird jetzt zum Fotoobjekt ;)



Auf dem Highway 60, der von Ottawa zum Algonquin Park fuehrt, sind kaum Autos unterwegs



...dafuer aber viele Biker und 4-Wheeler. 
Auf diese hier treffen wir beim Tanken kurz vor dem Park...



Nachdem wir das East Gate passiert haben machen wir erst mal einen kurzen Stop


Zeit, Gelegenheit, Wetter trifft auf peak season... and it's perfect! Absolutely awesome weather and fantastic colours... :) Wir geniessen noch etwas die Aussicht ueber den See bevor wir uns auf den Weg zum Visitor Centre machen.


Entlang des Highway 60 Corridor der durch den Algonquin Park fuehrt hat man bereits einige gute Moeglichkeiten die spektakulaeren fall colours der Sugar and Red Maple trees waehrend eines hikes zu bewundern, vor allem entlang der beiden Lookout Trails, Centennial Ridges oder auch am Smoke Lake.



Wir steuern zuerst das Visitor Centre an, das noch relativ neu ist und einen schoenen Ueberblick zur Park history sowie eine tolle Aussicht vom Visitors deck bietet. Bei der Einfahrt auf den Parkplatz wird bereits klar: wir sind nicht alleine mit dieser Idee. Ganze Kolonnen von Reisebussen parken hier bereits und am Eingangsbereich knubbeln sich Menschentrauben. Wir hatten zwar erwartet dass es heute entlang des Corridors etwas voller sein wuerde aber diese crowds ueberraschen uns jetzt doch... da wollen wir es diesmal hier lieber nur kurz halten.



Vorbei an der Ehrentafel mit einem kurzen Abriss der history des Parks, werfen wir aber wenigstens einen Blick in das Gebaeude...


und kaempfen uns zum Viewing deck vor...



Gegen mittag machen wir an einer Picknick Area Halt und laufen am Wasser 
entlang Richtung Beach. Inzwischen ist es richtig heiss in der Sonne geworden. Wir setzen uns in den Sand, essen unsere mitgebrachten Sandwiches, geniessen eine Zeit die schoene Umgebung ...



Nachdem wir unsere Sachen und den angefallenen Muell (leave no trace) wieder zusammen gepackt haben  wollen wir endlich etwas Laufen. Einige Trails des Parks sind noch immer wegen Verwuestung durch Unwetter im Sommer gesperrt und die Parkplaetze vor den Lookout Trails sind bereits komplett ueberfuellt, das haben wir noch nie hier erlebt. Da wir keine Lust haben uns im Gaensemarsch mit Menschenmassen auf den hoechsten Punkt fuer einen (wenn auch traumhaften) Blick nach vorne zu schieben, wollen wir uns eine ruhigere Ecke suchen, vorbei an den vielen bunten Baeumen...


Wir wollen den gut erreichbaren aber doch etwas abgelegeneren Booth Rock Trail anzusteuern.



Die Zufahrt zum Trail fuehrt vorbei am Campground der ganz malerisch direkt am See liegt



Was fuer ein phantastischer Blick ueber das glitzerde Wasser auf den Rock Lake, 
simply gorgeous!


Bei der Weiterfahrt Richtung Trail geht dann ploetzlich nix mehr. 
Stau im Algonquin Park... what? Na, wenigstens ist die Aussicht phantastisch ;) Die Leute steigen aus Ihren Autos, gucken was los ist, unterhalten sich... alles bleibt hier cool und ruhig, nur der Student in der gelben Weste ist am routieren weil er offenbar etwas ueberfordert ist mit der unerwarteten Situation.
 Irgendwann geht es endlich langsam weiter, allerdings nur rueckwaerts. Was war los? Ein Wohnmobil hatte die enge Strasse ueberschaetzt und damit die Weiterfahrt blockiert, wurde gefahren von einem... Hollaender! :)


Da es also so schnell nichts mit dem Rock Lake wird, weichen wir auf den nahegelegenen  
Old Railway Trail aus, der wie der Name schon andeutet entlang der ehemaligen Lumber-Bahnschienen geht und vor allem fuer Fahradfahrer geeignet ist. Hier koennen wir auch super mit Josephine laufen und sind hier fast alleine :)


Obwohl hier die Nadelbaeume ueberwiegen leuchtet alles spektakulaer,
Algonquin Park's fall maple colour is now at "peak".



Entlang des Weges summen die Zikaden und es sind tatsaechlich auch noch ein paar Mosquitos unterwegs, outch, Treffer ;) Der Trail kommt irgendwann an den Ruinen eines alten Saegewerks vorbei, entlang rostiger Reste vergangener Lumberzeiten und Bahnschienen durch einsame Waelder und Seen....




Bevor wir uns gegen Abend auf den Rueckweg machen fahren wir noch mal an den Lake Opeongo, dessen Zufahrt durch marshland fuehrt an dem man oft Moose grasen sehen kann.  Aber heute traut sich wohl keines der Tiere wohl mehr raus. Wir bleiben                                                                           noch etwas am See...





...und sehen dabei dieses Wassertaxi mit 2 Kanus im Gepaeck anlegen.


Die Sonne geht langsam unter als wir uns wieder auf den Rueckweg machen.




Ein letzter Blick auf den Park dann geht es wieder auf die Strasse...


Related Posts:
-Tagestrip in den Algonquin Park - Holzfaeller Museum und Lookout Trail
https://ostkanada.blogspot.ca/2017/08/tagestrip-in-den-algonquin-park.html



-Algonquin Park - Achray Campground and Barron Canyon Trail
https://ostkanada.blogspot.ca/2016/06/algonquin-park-achray-campground-and.html


-Algonquin Park, Achray - The Jack Pine
https://ostkanada.blogspot.ca/2013/08/algonquin-park-achray-jack-pine.html