26 October 2017

Pumpkin Inferno - leuchtende Kuerbiskunst zu Halloween im Upper Canada Village

Der Oktober geht zu Ende, die Tage werden kuerzer, die Schatten laenger und Halloween rueckt naeher. 
Am Donnerstag haben wir uns auf den Weg ins Upper Canada Village gemacht um uns die Ausstellung "Pumpkinferno" anzusehen, von der wir schon so viel gehoert haben.
Ueber 6.000 Kuerbisse sind hier von jungen Kuenstlern handgefertigt und zu einer einzigartigen outdoor exhibition zusammen getragen worden. An 4 Wochenenden vor Halloween kann man jetzt wieder diese Ausstellung ab der einbrechenden Dunkelheit besuchen. In den letzten Jahren hat Pumpkinferno immer mehr an Popularitaet gewonnen. Dieses Jahr hat auch das schoene Herbstwetter zu hohen Besucherzahlen gefuehrt, alleine nur am letzten Samstag waren ueber 8.000 Besucher hier. Als wir am Donnerstag Abend eine Stunde vor Einlass den Parkplatz des Museumsdorfes erreichen, hat sich vor dem Eingang bereits eine Warteschlange gebildet.


Die letzten Sonnenstrahlen erleuchten den herbstlichen Himmel ueber den alten Gebaeuden vor dem Eingang


Die Kinder versammeln sich um Jack waehrend der Wartezeit 

 

Dann oeffnen sich endlich die Tueren und wir tauchen ein in die Dunkelheit des Museumsdorfes...


Gleich zu Beginn erwarten uns fratzenartig grinsende Jack O'Lanterns 


Wir laufen einen vorgegebenen Weg entlang und kommen zur mystical mother dragon


Wir gehen weiter vorbei an tanzenden Hexen, hin zu farbenfrohen Totenschaedeln. Hier wird der Dia de los Muertos, der "Day of the Death" celebriert.



Elvis lebt! Hier rockt er immer noch das Jailhouse 




Auf dem dunklen Weg durch die Nacht ist fuer alles gesorgt, ein Kuerbismann weisst auch den Weg zu den Washrooms


"Coins of the World" sind hier in die Kuerbisse geschnitzt


Die Ausstellung widmet sich jedes Jahr anderen Themen, dieses Jahr ist der Schwerpunkt "Kanada" zu den 150 Jahr Feierlichkeiten. Hier geht es durch den kanadischen Kuerbis-Wald von Coast to Coast


"Night at the Gallery" fuehrt entlang der (Kuerbis) Bilder beruehmter Kuenstler 


Wir kommen an der alten Kirche vorbei, ueber der fahl der Mond am Nachthimmel steht


Dann wagen wir uns durch den grauenvoll-grellen Torbogen zum Cafe Inferno, huaahh. Hier bekommt man Eerie Entrees und Deadly Desserts... und nebenbei kann man noch viel Spass beim Kuerbis bemalen oder Schattenspielen haben :)




Eine Partie Geister-Schach?


Hier wird es wieder historischer, es geht thematisch zurueck in das 17. Jahrhundert, in die Zeit des Pelzhandels zwischen franzoesischen Explorern und den Idigenous people.


Typisch kanadisches wie Hockey, Lacrosse oder Eisfischen darf natuerlich auch nicht fehlen.


Nach ca. 1 Stunde haben wir den Rundgang beendet und kommen wieder am Ausgangspunkt an 


Bevor wir nach Hause fahren moechte Josephine unbedingt noch in den Souvenier Shop um sich dort einen der leuchtenden Sterne auszusuchen.


Als wir schliesslich gegen 19:00 zum Parkplatz zurueck gehen sehen wir, dass sich inzwischen eine noch laengere Warteschlange gebildet hat


Der naechtliche Rundgang durch die Pumpkin-Ausstellung hat uns total gut gefallen. Wer kommen moechte, sollte allerdings besser fruehzeitig hier sein und Zeit mitbringen.

Related:
Monster Mumien, Mutationen - Halloween in Nordamerika
https://ostkanada.blogspot.ca/2014/10/monster-mumien-mutationen-its-halloween.html


Upper Canada Village - histiorisches Freilichtmuesum in Kanada



24 September 2017

Herbstbeginn im Nationalpark Kanada - Mont-Tremblant, La Diable Section

Am Sonntag haben wir uns fuer einen day trip auf den Weg in den Mont-Tremblant Park gemacht. Der Herbst hat gerade begonnen und die Blaetter Blaetter werden langsam bunt, eine tolle Zeit die kuerzer werdenden Tage draussen in der Natur zu nutzen.
Der Parc National du Mont-Tremblant ist der groesste und aelteste Naturpark in der Provinz Québec. Ueber 400 Seen, 6 Fluesse und ein riesiges Netzwerk an hiking Trails lassen sich hier zu Fuss, per Fahrrad oder auf dem Wasser mit Kanu oder Kajak erkunden.
Der Park, der von Montreal oder Ottawa aus in nur 2 Stunden zu erreichen ist, bietet damit nicht nur ein tolles Ausflugsziel fuer einen Camping Aufenthalt, sondern auch einfach fuer einen Tagesausflug. Als wir am Morgen zu unseren day trip aufbrechen, ist es bereits sehr warm und sonnig, ein heisser Herbsttag liegt vor uns.



 Wir erreichen den Eingangsbereich in der Diable-Section im Park gegen mittag, da zeigt das Thermometer bereits 30 Grad.  Eintritt kostet hier 8,50 (the entry fee is your contribiution to the conservation and development of the park), dafuer bietet sich uns gleich auf ueber 1510 km² atemraubende Natur und (meisst verstecktes) Wildlife


In diesem wunderschoenem Naturschutzgebiet sind Elche, Schwarzbaearen und Timberwoelfe zu Hause, sogar der Weisskopfseealder hat sich hier wieder angesiedelt.


Wir fahren als erstes mal am Discovery Centre (kann mit dem DC im Algonquin Park leider nicht mithalten) vorbei um uns etwas Info-Material zu besorgen. Im Park gibt es ueber 18 verschiedene Hiking Trails unterschiedlicher Laenge und Schwierigkeit. Ablsolutes Highlight ist dabei der Via ferrata du diable Trail, den man angeseilt an einer steil abfallenden Felswand entlang geht. Da wir unsere 5 jaehrige Tochter dabei haben, begnuegen wir uns aber erst mal mit dem easy  zu laufenden La Chutes-de-diable, der uns am Fluss entlang durch den Schatten der Baeume fuehrt.


Nach 1,5 km wird man mit der Aussicht auf einen 15 Meter hohen Wasserfall belohnt


Von einer Aussichtsplattform hat man hier ueber 3 Etagen einen tolle Blick auf das herabstuerzende Wasser


Inzwischen ist es schwuel-heiss geworden und wir machen eine Trinkpause im Schatten der Baeume, bevor es weiter geht


Die fallenden Blaetter der yellow birch leuchten golden zwischen den dunklen Steinen am Flussufer


Ein rotes Ahornblatt verirrt sich dazu


Wir begeben uns als naechstes auf den kurzen Chutes Croches Trail


Es geht vorbei an kleineren Stromschnellen



Der Trail endet an den Cascades mit einem viewing point



Wir legen eine weitere Trinkpause in der Hitze ein, speziell auch fuer Josephine, der das Laufen ueber die Trails durch die bunten Blaetter Spass macht. Auf dem Parkplatz zu jedem Trail befinden sich uebrigens praktischerweise outhouses, also Toilettenhaeuschen ohne Wasserabzug.
Auf dem Weg zurueck laufen wir durch das rote Laub. Die letzten Wochen waren hier heiss und sehr trocken, was sich jetzt an den Blaettern bemerkbar macht, die vertrocknen und zu Boden fallen, bevor sie an den Baeumen Ihre Farbenpracht zeigen koennen


Da es so heiss ist wollen wir noch etwas Zeit am Wasser verbringen.


Viele der Seen und Fluesse haben Sandstrand, das Wasser laed zum paddeln oder schwimmen ein. Hier unten ist einiges los, ganze Familienverbaende haben Ihren BBQ angschmissen und picknicken am See. Zu Josephine's Freude gibt es auch einen kleinen Spielplatz. Hier treffen wir zufaellig auf 2 Berliner, die sich gerade auf einer Rundreise durch Ostkanada befinden und dabei schon einiges erlebt und gesehen haben, von den aktuell heissen Temperaturen gerade aber weniger begeistert sind. 


Von hier aus hat man einen guten Blick auf die Aussichtsplattform (hier ganz oben zu sehen) die man ueber den ca. 5,4 km langen La Roche Trail erreichen kann, von dort oben aus bietet sich ein phantastischer Panoramablick ueber die Mont Tremblant Highlands 

Von hier aus hat man einen guten Blick auf die Aussichtsplattform (hier ganz oben zu sehen) die man ueber den ca. 5,4 km langen La Roche Trail erreichen kann, von dort oben aus bietet sich ein phantastischer Panoramablick ueber die Mont Tremblant Highlands

Als wir am spaeten nachmittag am Lac Monroe vorbeikommen, werfen die Totem Poles bereits lange Schatten



Gegen abend verlassen wir den Park wieder und machen uns auf den Rueckweg


... und fahren mit der untergehenden Sonne wieder nach Hause


Die wunderschoene und abwechslungsreiche Landschaft des Mont-Tremblant Park hat uns sehr gefallen , das wird sicher nicht unser letzter Besuch hier gewesen sein.
https://www.laurentides.com/en/members/mont-tremblant-national-park

Related Posts:
Elche, Baeren, Weolfe im Omega Park, Québec
https://ostkanada.blogspot.ca/2014/09/elche-baeren-woelfe-canadian-wildlife.html


Ein Tag in Montreal
https://ostkanada.blogspot.ca/2014/08/ein-tag-in-montreal.html



10 September 2017

Thousand Islands Bootstour auf dem St. Lawrence

Nachdem unser Sommer bisher eher regnerisch war wurde es Ende August noch mal sonnig und warm. 
Unsere 5 jaehrige Tochter hatte sich zum Ende der Sommerferien eine Bootstour gewuenscht, was wir zum Anlass nahmen uns endlich mal auf eine 1000 Islands Cruise auf den Sankt Lorenz Strom zu begeben. Am Samstag morgen haben wir uns von Ottawa aus Richtung Gananoque aufgemacht
Gananoque, im ersten Anlauf oft ein Zugenbrecher(sprich Gännänockway), hat Ihren Namen aus der Sprache derFirst Nations und bedeutet soviel wie "Stadt der 2 Fluesse". 
Die kleine idylllische Stadt liegt zwischen Toronto und Montreal direkt am St. Lawrence River und gilt als Gateway to the Thousand Islands, von hier aus werden 1 bis 5 stuendige Bootstouren angeboten. 


Wir besorgen uns Tickets fuer die 1 h "Beauty of the Islands Tour" im office und freuen uns darueber, dass Kinder bis 6 Jahren noch kostenlos teilnehmen koennen


Um 1:30 geht unsere Tour los, alle sind bereits an Bord als wir es gerade noch rechtzeitig ueber die Gangway schaffen  bevor das Boot ablegt 


Hier kann man unter Deck die Fahrt ueber das Wasser durch die grossen Fenster verfolgen und sich bei Bedarf mit Nahrung von der kleinen bordeigenen Kantine versorgen. Wir wollen uns aber lieber auf dem luftigem Oberdeck einen Platz suchen. Dann geht es los. Eine Moeve ist als blinder Passagier auch mit an Board :)


Der Captain spricht ein paar einleitende Worte und berichtet dann wissenswertes und interessantes zu den Inseln durch die Lautsprecher


Dicht bewaldete Inseln und felsige Ufer tauchen bald vor uns auf


Die kanadische Flagge weht stolz im Fahrtwind waehrend sich das Boot druch die Inselwelt im amerikanisch-kanadischen Grenzgebiet schlaengelt


Ueber 1800 Inseln gehoeren zu den Thousand Islands, dabei gibt es Regeln dafuer, was sich als Insel bezeichnen darf: 
-eine Insel darf sich bezeichnen was sich mindestens 1 Quadratmeter ganzjaehrig ueber Wasser befinden und einen lebenden Baum darauf wachsen hat.  



Wir fahren vorbei an grossen und winzig kleinen Inseln mit ebenso verschieden Hausern


Ein Kormoran macht Pause vor seinem Weiterflug



Wir begegnen auf der Fahrt vielen Booten und Schiffen und man kann sich hier gut vorstellen, wie die Inseln hier im Grenzgebiet zur Zeit der Prohibition ein ideales Gebiet fuer Schmuggler waren


Hier fahren wir an einem Teil der kanadischen Inseln vorbei, die zum St. Lawrence Islands Nationalpark gehoeren



An Sonntagen, so erzaehlt der Captain durch den Lautsprecher, kommen auf dem Wasser Boote aus der Umgebung fuer eine Messe zusammen, die der Priester von einem Felsen aus haelt. Das wuerde ich ja gerne mal sehen



Die anhaengliche Moeve hat weiter ein Auge auf uns ;)


Auf den Inseln lebt auch jede Menge Wildlife. Wir sehen vor allem Kormorane, die ueber das Wasser fliegen oder wie hier auf einer der Mini-Inseln in der Sonne brueten



Da sich hier im Wasser auch viele Fische tummeln, sieht man auch Angler die von Ihren Booten aus Ihr Glueck beim fischen versuchen


Und dann ist da ja noch das Thousand Island Salat Dressing. Das soll der Legende nach die Fischersfrau Sophia Lalonde erfunden haben, dessen Rezeptur es dann spaeter in New York zu Beruehmtheit gebracht hat.  Das Rezept besteht aus: -1 Tasse Mayonnaise, 3 TL Chili-Sauce, 1 TL Schnittlauch, 1 TL gruener Pfeffer , 1 TL  gehackte Dillgurken,  Salz und Pfeffer. Es heisst, die Stückchen der gewuerfelten Gurke repraesentieren die Inseln... 
Nach einer Stunde Fahrt kommen wir wieder zu unserem Ausgangspunkt zurueck und gehen an Land. 


Die Fahrt durch die malerische Schoenheit der vielen Inseln war entspannend und unterhaltsam, schoener wird es nur noch Stromaufwaerts Richtung Norden.
Auf dem Rueckweg sehen wir in Gananoque auf dem Weg zur Tankestelle noch diesen Hot Rod 


Link zur Gananoque Boat Line, mit der wir unterwegs waren:

Realted Posts:
Ein Blick vom Skydeck Tower ueber die 1000 Inseln:
https://ostkanada.blogspot.ca/2013/10/ein-blick-vom-1000-islands-skydeck-tower.html